Unter Zwang versteht man Vorstellungen, Impulse und Handlungen, die sich einen Menschen aufdrängen und gegen deren Auftreten er sich vergebens wehrt. Der Betroffene ist sich deren Unsinnigkeit bewusst, jedoch werden diese als bedrohlich erlebt. Zwangsphänomene treten auch beim gesunden Menschen auf z.B. "Ohrwurm", wiederkehrende Gesten, gedanklichen Beharren auf ein Wort. Die krankhaften Zwangsphänomene beeinträchtigt den Menschen in seinem gesamten Denken, Handeln und sozialen Verhalten.

Das Symptomattribut " zwanghaft" findet sich auch bei einer Reihe von anderen psychiatrischen Störungen z.B. Schizophrenie, depressive Episoden, Essstörungen.

 

Es findet bei Zwangsstörung folgende Unterscheidung statt:

 

Zwangsgedanken

 

Unter Zwangsgedanken versteht man immer wieder aufdrängende, jedoch als in dieser Häufigkeit und im Situationsbezug unsinnig erkannte Denkinhalte. Häufig kommen Themen auf sich zu beschmutzen, die eigene Gesundheit könnte gefährdet sein, Streben nach Symmetrie, sexuelle Fantasien, religiöse Fantasien.

 

Zwangsimpulse

 

Handlungsimpulse die sich gegen den Willen des Betroffenen durchsetzen, bezeichnet man als Zwangsimpulse. Sie sind mit der Angst verbunden, die angedachte Handlung könnte ausgeführt werden, was aber gewöhnlich nicht geschieht. 

Am häufigsten kommen sexuelle Impulse, autoaggressive Impulse oder Impulse eine Aggression gegen andere zu begehen.

 

Zwangshandlungen

 

Darunter versteht man ohne den Willen oder gegen den eigenen Willen durchgeführte zwanghafte Handlungen. die Handlungen werden nicht als fremdgesteuert erlebt, gleichwohl aber als unsinnig erkannt und verurteilt. Der Versuch, diese Handlungen zu unterlassen, bereitet den Betroffenen massive innere Anspannungen und Angst bis hin zur Panikattacke.  

Die häufigsten Zwangshandlungen sind:

 

- Kontrolle

- Waschen/Säubern

- Nachfragen/Berichten

- Wiederholung

- Zählen

- Horten und sammeln

 

Verlauf der Zwangsstörung

 

Der Verlauf einer Zwangsstörung ist meist chronisch mit schwankender Intensität. 

Der Beginn der Beeinträchtigungen ist oft zu Beginn des dritten Lebensjahrzehnt, seltener schon in der Pubertät.

Der Beginn der Störung kann schleichend sein oder in Zusammenhang mit einem belastenden Ereignis stehen.

Männer sind häufiger betroffen als Frauen. für die Diagnose müssen die Beschwerden nahezu täglich über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen aufgetreten sein. Im weiteren Verlauf treten soziale Folgen auf wie z.b. Zurückweisung, Ausgrenzung, Rückzug, Vereinsamung. 

 

Hypnosetherapie bei Zwangsstörungen

 

Die großen Lebensthemen (oft unbewusst) von Menschen mit Zwängen sind:

 

- Verantwortung und Schuld

- Unsicherheit und Zweifel

-das Leben als Prüfung mit negativen Ergebnis

 

Die hypnotherapeutische Arbeit zielt daher vor allem auf das Bewusstmachen und die Bearbeitung der unbewußten Emotionen. Daher wird in unserer Praxis die Hypnoanalyse bzw.Regressionstherapie bei Zwängen angewendet.

 

Bei weiteren Fragen, stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.

 

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