Hypnosetherapie bei Krebserkrankungen

Die Diagnose Krebs ist eine schockierende Diagnose und stellt für den Betroffenen ein Trauma dar. In der öffentlichen Wahrnehmung, verbinden viele Menschen damit ein Todesurteil. Die anschließenden Behandlungen mit Chemotherapie, Strahlentherapie und Operationen fordern vom Körper und der Seele einiges ab. Hinzu kommt noch der Fokus der betroffenen Person vom eigenen sozialen und familiären Umfeld.

Die Krebserkrankung ist äußerst lebensverändernd und nichts mehr wird so sein wie es vorher war. auch die Zeit nach dem Abschluss der medizinischen Behandlung, ist für viele Patienten sehr belastend. Es erfolgen weitere medizinische Behandlungen und nach fünf Jahren gilt man in der Medizin als geheilt. Ängste und Sorgen dass der Krebs wieder zurück kommen kann und andere psychische Belastungen, schweben wie ein Damoklesschwert über den Betroffenen. Die Betroffenen fühlen sich sehr häufig ausgeliefert und hilflos.

 

Die Kontrolle über sein Leben wiedererlangen 

 

Für die Betroffenen und Angehörigen sollte erst einmal bei der Diagnose gelten, einen kühlen Kopf zu bewahren. Wichtig ist es nicht in einer Passivität zu verfallen und nicht die Hoffnung zu verlieren. Entscheidend ist die eigene Einstellung zur Krankheit. Der Betroffene sollte lernen eine optimistische Grundhaltung zu bekommen und daran glauben, den Verlauf seiner Krankheit beeinflussen zu können. In sehr vielen Fällen wirkt sich das positiv aus.

Bei Krebserkrankungen in bestimmten Stadien, vermittelt die Schulmedizin in vielen Fällen auch eine absolute Hoffnungslosigkeit, z.B. " Sie haben nur noch eine bestimmte Lebenszeit", "es besteht keine Hoffnung mehr","Sie sind austherapiert" etc.. Diese Aussagen sind absolut kontraproduktiv, ungesund und und fördern eher das Krebswachstum. 

 

Diathese-Stress-Modell

 

Hierbei handelt es sich um ein Modell der klinischen Psychologie und der Gesundheitspsychologiie. Es wird davon ausgegangen, dass es eine Wechselwirkung zwischen Krankheitsneigung und Stress gibt. Zentral ist dabei die Annahme dass beide Faktoren notwendig sind bis es einen Krankheitsausbruch gibt. Der Stress kann unterschiedlicher Art sein, z. B. psychologisch, sozial, biologisch, bestimmte Lebensereignisse etc). Die Selbstheilungskräfte des Körpers können dann nicht mehr ausreichen, wenn eine gewisse Grenze überschritten worden ist. Wenn diese Faktoren im Ungleichgewicht sind, kann es zum Krankheitsausbruch kommen.

 

Medizinische Hypnosetherapie bei Krebserkrankungen

 

Die medizinische Hypnosetherapie genießt eine wissenschaftliche Anerkennung und kann bei der Behandlung von Krebserkrankungen begleitend eingesetzt werden. Sie gehört zu dem Teilbereich der Psychoonkologie (psychologische Betreuung von Krebspatienten) und wird auch von der Deutschen Krebshilfe als Begleittherapie empfohlen. Hierbei spricht man auch von der "Hypno-Onkologie".

 

Die medizinische Hypnose ist keine "Wunder- Therapie" und der Krebs kann auch nicht einfach "weg-hypnotisiert" werden. 

 

Die Hypnose- Therapie bei Krebserkrankungen kann folgendes erreichen:

 

- Bewusstmachung von Ursachen, unbewußten emotionalen Konflikten und Schuldgefühlen die die Krebserkrankung mitteilen möchte 

 

- alten emotionalen Ballast loslassen und die Heilung zu forcieren

 

- Verarbeitung der Konflikte um den Genesungsprozess voranschreiten zu lassen

 

- Minderungen von Angst und Panik

 

- Reduzierung von Nebenwirkungen der Chemotherapie und      Strahlentherapie wie z. B. Übelkeit, Abgeschlagenheit, Schwäche

 

- Schmerzreduktionen

 

- Aktivierung der Selbstheilungs-Mechanismen

 

- Stimulation des Immunsystems

 

- Reduktion bzw. Eliminierung von negativen Gedankenspiralen

 

Gemeinsam suchen wir nach Ursachen, Bewältigungsmöglichkeiten und Ressourcen, um gemeinsam die Krebserkrankung psychologisch und hypnotisch zu begleiten und die Lebensqualität zu verbessern und die Genesung zu fördern.

 

Studien und weiterführende Quellen zur Wirksamkeit von Psychotherapie und Hypnosetherapie:

 

Parkhill, Stephen. Answer Cancer (2000)

 

Spiegel, Bloom. Efficacy of relaxation Training and guided of imagery in reducing aversireness of Cancer therapy (1983) 

 

Siegel, Bernie. Prognose Hoffnung: Liebe, Medizin und Wunder (2003)

 

Spiegel, Bloom. Group therapy and hypnosis reduce metastatic breast carcinoma pain (1983)

 

Simonton. Cancer and Stress. Counselling the can

cancer patient (1981)

 

Ebell, Hansjörg. Hypnose und Psychoneuroimmunologie in der Psychoonkologie (1996)

 

Tschuschke, Volker. Psychoonkologie: Psychologische Aspekte der Entstehung und Bewältigung von Krebs (2018)

 

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