Was ist Selbsthypnose?

Die Selbsthypnose geht auf das von J. H. Schultz in den 20er Jahren entwickelte Autogene Training zur Selbsthypnose zurück, aus dem sich bis heute das kurz genannte „Autogene Training“ weiterentwickelt hat.

Bei der Selbsthypnose (auch Autohypnose) sind Hypnotiseur und Hypnotisand ein und dieselbe Person. Selbsthypnose ist nicht in der Lage, uns in die sogenannte „tiefe Trance“ zu versetzen wie die Fremdhypnose es kann. Nur eine leichte bis mittlere Trance ist mit Selbsthypnose zu erreichen. Dies mag zum Teil daran liegen, dass man sich gleichzeitig fallen lassen und selbst kontrollieren können muss. Allerdings geht man davon aus, dass fast alle Suggestionen, die eine Langzeitwirkung haben sollen, keine tiefe Hypnose benötigen.

Die Selbsthypnose basiert – wie auch das autogene Training – auf Autosuggestion.

Selbsthypnosen werden zur Therapie verschiedenster Dinge verwendet: Zur Entspannung und zum Stressabbau, zur Beseitigung von Schlafstörungen aber auch zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens, der Beseitigung von Verspannungen und nicht zuletzt zur Behandlung von chronischen Schmerzen.

Ohne Hilfe eines Therapeuten erfordert die Selbsthypnose eine gewisse Ausdauer und ist nur schwer zu erlangen. Eine Alternative hierzu bietet die Anleitung durch einen geschulten Therapeuten in Kombination mit einer besprochenen Tonkassette (CD) zur Verwendung in den eigenen vier Wänden. Der Psychotherapeut Dr. Stefan Jacobs von der Universität Göttingen bewies in seinen Studien mit Schmerzpatienten, dass diese Form der verhaltenstherapeutischen Hypnose chronische Schmerzen lindern kann.

 

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